Durch Medjugorje habe ich das Gebet entdeckt

Pfarrer MMag. Erich Neidhart

Die wichtigste und schönste Erfahrung meines Lebens war, dass ich durch die Erscheinungen der Mutter Gottes in Medjugorje mit 18 Jahren das Gebet entdeckt habe. Die Freude, die ich im Gebet erfahren habe, hat mein ganzes Leben neu gemacht. Und mit dem regelmäßigen Beten kam dann eine zweite Erfahrung: „Du bist gemeint. So sollst mein Jünger und mein Zeuge sein. Du sollst mein Priester sein.“

Es ist schön für mich, Priester zu sein.Als Priester kann ich jeden Tag leben, wozu der Herr mich eingeladen hat. Bis zur Weihe hatte ich auch Zweifel, ob der Ruf Gottes wirklich mir gilt. Die Entscheidung zur Ehelosigkeit ist mir beim Eintritt ins Priesterseminar nicht leicht gefallen, aber sie war ganz klar für mich im Ruf enthalten, Priester zu werden. Dass Priestersein und Verheiratetsein sich ausschließen, ist für mich mehr als eine kirchliche Regelung. Jetzt bin ich sieben Jahre Priester und lerne langsam, was für wunderbare Dinge der Herr durch mich tun will.

Der Herr hat mich als Priester zur Ehelosigkeit berufen, Ihn darf ich als meine große Liebe suchen und Seine Liebe und Erlösung zu den Menschen bringen.

Für das Priesterjahr möchte ich besonders die Jugendlichen erinnern, was die Mutter Gottes in Medjugorje der Jugendgebetsgruppe gesagt hat: die Hälfte des Gebetes soll man für die Bischöfe und Priester beten.

Der Pfarrer von Ars, der uns Priestern als Vorbild in diesem Jahr gezeigt wird, spricht über die Sinnhaftigkeit und Schönheit des Priesterseins: „Wenn es nicht das Sakrament der Priesterweihe gäbe, hätten wir Gott, unseren Herrn, nicht bei uns. Wer tat ihn dort in diesen Tabernakel? Es war der Priester. Wer hat euere Seele ins Leben eingeführt? Der Priester. Wer gibt ihr Nahrung, damit sie Kraft für ihre Pilgerschaft hat? Der Priester. Wer wird sie vorbereiten, vor Gott zu erscheinen, in dem er sie zum letzten Male im Blute Christi reinigt? Der Priester, immer der Priester. Ihr könnt euch an keine einzige wahre Hilfe Gottes erinnern, ohne dabei dem Bild des Priesters zu begegnen.“

Jeder Jugendliche fragt nach dem Sinn seines Lebens. Ich kann mir für mein Leben nichts Sinnvolleres und Schöneres vorstellen als Priester zu sein.