Tausende Menschen beten im Wiener Stephansdom um den Frieden

Zum bereits 10. Mal öffnete der Dom im Herzen Wiens am 24. Oktober 2017 seine Pforten für das „Message for You“ – Friedensgebet, an dem auch in diesem Jahr tausende Menschen teilnahmen, gemeinsam mit Kardinal Christoph Schönborn, dem Bekenner-Kardinal Ernest Simoni aus Albanien, Marija Pavlovic-Lunetti aus Medjugorje, dem Schotten Magnus MacFarlane-Barrow, Gründer der Ernährungsinitiative Mary`s Meals, dem Schriftsteller Hubert Theler aus der Schweiz und der Gemeinschaft Cenacolo, die in diesem Jahr das 20-jährige Bestehen ihrer Niederlassung in Österreich feiert.

Das Programm begann um 16 Uhr mit Liedern und Berichten, Zeugnissen und Gebeten. Höhepunkt des Abends waren die Eucharistiefeier ab 19 Uhr und die anschließende Eucharistische Anbetung, an der auch der emeritierte Bischof Ludwig Schwarz und zahlreiche konzelebrierende Priester teilnahmen.

“Beten wir für den Frieden in unseren Herzen, unseren Familien, unseren Ländern und besonders in den Kriegsgebieten”, erinnerte Kardinal Schönborn. Schaue man heute in die Welt, habe man oft das Gefühl, das Böse sei übermächtig geworden, so der Kardinal. Den Menschen fehle die Gnade, „aber Gott schenkt sie uns” – gerade dort, wo die Sünde mächtig wurde, sei die Gnade Gottes übergroß geworden. Maria ist das “Tor der Gnade“, so der Kardinal, denn „durch sie ist die Gnade in die Welt gekommen.”Nur mit ihrer Hilfe könne der Mensch bestehen.“

Kardinal Simoni schilderte beim Friedensgebet in bewegenden Worten die Zeit von seiner geheimen Priesterweihe 1956, seine Festnahme nach der Christmette am Heiligen Abend 1963 und die folgende 18-jährige Gefangenschaft mit Zwangsarbeit, während der er auch zweimal zum Tode verurteilt wurde, bis hin zu den letzten Jahren des 1990 gestürzten Regimes, als er als Kanalarbeiter tätig war und sein Priestertum im Geheimen ausübte.

In all den Jahren habe er “keine Sekunde lang den Glauben verloren”, so Kardinal Ernest Simoni. Gott habe ihm geholfen diese schwierige Zeit zu überstehen. “Ohne Christus sind wir alle verloren”, wandte sich der Kardinal an die anwesenden Gläubigen.

„Friede ist der größte Reichtum, den ein Mensch besitzen kann, der Friede des Herzens“, betonte Marija Pavlovic-Lunetti in ihrem geistlichen Impuls. „Deshalb hat uns die Gottesmutter gesagt: „Gott hat mir erlaubt, bei euch zu sein, um euch zu rufen, um euch zu lieben, und um euch auf dem Weg des Friedens zu unterrichten.“

Für die musikalische Gestaltung des Abends sorgten ein Chor und eine Instrumentalgruppe zusammen mit der Geigerin Melinda Dumitrescu unter der Leitung von Mag. Margit Cerny. Großen Beifall fanden auch die musikalischen Grüße, die der Chor der Pfarre Medjugorje im Stephansdom mit seinem Gesang überbrachte.

Im Anschluss an die fast sechs Stunden im Dom bezeugten spontan zahlreiche Anwesende, dass sie wie von einer Welle des Gebetes getragen wurden und es für sie schien, als wäre die Zeit still gestanden.

Beten wir, dass dieser kraftvolle geistliche Impuls weiterwirken und die Herzen der Menschen lange bewegen möge!

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Wir danken Riki und Franz Vogler herzlich für die unentgeltliche Bereitstellung der beeindruckenden Fotos vom Friedensgebet.

Ausführliche Berichte über das Friedensgebet finden Sie in der neuen OASE (Ausgabe November 2017).

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