„Sie ist wirklich eine Mutter, die uns alles schenken will.“

Mihai und Maria Groza, ein rumänisches, griechisch-katholisches Ehepaar, haben einander in Medjugorje kennen und lieben gelernt.

In einem Interview mit Mag. Elisabeth Sunario berichten sie, welche Bedeutung Medjugorje für sie hat. Mihai studierte in Trumau am ITI und ist seit August 2017 griechischkatholischer Priester.

Wie seid ihr mit Medjugorje in Kontakt gekommen?

Mihai: Ich war ein orthodoxer, aber kein religiös praktizierender junger Mann. Ich hatte ein gutes Leben, aber ich fühlte eine gewisse Leere in meinem Leben. Ich fühlte mich irgendwie nicht am richtigen Weg und begann mich daher langsam wieder für die Kirche zu interessieren. Mein Kollege Andre, der sich in Medjugorje zum Katholizismus bekehrte, brachte mir eines Tages ein franziskanisches Kreuz mit. Von diesem Augenblick an begann ich meinen Glauben ernst zu nehmen. Mein Freund lud mich in eine Medjugorje-Gebetsgruppe ein. Ich kann sagen, dass der Rosenkranz mein Herz veränderte. So geschah es, dass ich Medjugorje langsam kennenlernte, bevor ich Maria, meine Frau, kennenlernte.

Maria: Ich war ebenfalls in der orthodoxen Kirche. Im Alter von 16 Jahren wohnte ich in einem Studentinnenheim, das von „Schwestern von Unserer Lieben Frau“ geleitet wurde. Eine Schwester empfahl mir, nach Medjugorje zu fahren. Eines Tages fuhr ich im Bus nach Medjugorje. Ich war neugierig auf die Leute, die nach Medjugorje kamen. Als ich dort war, fühlte ich einen sehr tiefen inneren Frieden. Viele junge Leute beteten den Rosenkranz. Auch mir gefiel das Rosenkranzgebet, und ich beschloss, möglichst bald wieder nach Medjugorje zu kommen.

Wie habt ihr euch kennengelernt?

Mihai: Ich hatte einen Job, ich arbeitete in der öffentlichen Administration von transsilvanischen Straßen. Bevor ich Maria kennenlernte, hatte ich einen Traum, in dem mir „Unsere Liebe Frau“ unter einer Gruppe von Frauen eine zeigte und sagte: „Diese ist für dich.“ Ich betete 1-2 Monate sehr intensiv, fastete 3 Monate und trat in das Priesterseminar ein und bat um die richtige Entscheidung, zu heiraten oder zölibatär zu leben als zukünftiger Priester. Ich traf Maria im Bus nach Medjugorje. Sie saß hinter mir und sprach in einer anderen Sprache. Es war ein besonderer Moment, als wir zu Neujahr in Medjugorje waren und es Stromausfall gab. Als Maria mit einer Kerze kam, erkannte ich sie.

Maria: Ich studierte Pädagogik, hatte einen Master für Theologie und Sozialarbeit. Ich sah Mihai bereits im März den Rosenkranz beten, bevor ich ihn in Medjugorje traf – in einer Kapelle unserer Gebetsgruppe. Ich fühlte etwas Besonderes, als ich ihn das erste Mal sah, und wollte ihn kennenlernen.

Mihai: Ja, ich sah sie in Medjugorje, ich wusste, sie oder keine.

Maria: Als wir uns im Bus das erste Mal trafen, tauschten wir keine Telefonnummern aus, aber wir meinten, dass wir uns in der Gebetsgruppe sehen würden. So geschah es auch.

Welche Botschaft, glaubt ihr, hat die Gottesmutter für die jungen Leute in Medjugorje?

Mihai: Sie lädt uns ein, ihr jeden Tag unser Leben zu weihen, auch alles, was wir sind und haben. Sie ist wirklich eine Mutter, sie will uns alles schenken. Das bedeutet, sich ihr täglich zu weihen und den Rosenkranz zu beten.

Maria: Für mich ist „Unsere Liebe Frau“ eine wahre Mutter, mehr als unsere biologische Mutter. Ich fühle ihre Liebe im Herzen, in konkreten Dingen des Lebens, in der Vorsehung. Wir haben uns in Medjugorje verlobt und haben auch unsere Hochzeitsreise hierher gemacht. Medjugorje ist übernatürlich in unserer natürlichen Welt, wo das Gebet im Zentrum des Lebens ist, wo Gott und das Gebet Mittelpunkt des Lebens sind.