Papst Franziskus entsendet Erzbischof Henryk Hoser als Apostolischen Visitator nach Medjugorje

Bekanntmachung des vatikanischen Pressesaals am Donnerstag dem 31. Mai 2018

Am 31. Mai 2018 hat der Heilige Vater, Papst Franziskus, S.E. Msgr. Henryk Hoser, S.A.C., emeritierter Erzbischof von Warszawa-Praga (Polen), als Apostolischen Visitator für die Pfarre Medjugorje auf unbegrenzte Zeit und „ad nutum Sactae Sedis (mit sofortiger Wirkung vom Heiligen Stuhl) ernannt.

Der emeritierte Erzbischof von Warszawa-Praga war bereits zuvor als Sondergesandter des Papstes für Medjugorje im Einsatz, eine Aufgabe, die ihm am 11. Feber 2017 anvertraut worden war. Dabei sollte er sich ein Bild über die seelsorgerische Betreuung der Pilger und deren Bedürfnisse machen. Diese Aufgabe wurde in den vergangenen Monaten abgeschlossen .

Die jetzige Mission des Apostolischen Visitators hat zum Ziel, eine ständige und dauerhafte Begleitung der Pfarrgemeinde von Medjugorje und der Gläubigen, die sich dorthin auf Pilgerschaft begeben, sicherzustellen.

In Medjugorje berichten seit beinahe 37 Jahren sechs, heute erwachsene Personen, dass ihnen die Gottesmutter erscheine und zu Frieden und Gebet aufrufe. Über die Echtheit der Erscheinungen hat sich der Heilige Stuhl noch kein abschließendes Urteil gebildet. Ein Untersuchungsbericht über Medjugorje liegt dem Vatikan bereits vor.

Erzbischof Hoser sagte im vergangenen Jahr, er glaube daran, dass die Erscheinungen anerkannt werden. Es sei schwer zu glauben, dass sechs Seher seit 36 Jahren lügen, so der polnische Erzbischof.
Am 24. Juni 1981 hatten in Medjugorje erstmals sechs Kinder, welche Schafe hüteten, von Erscheinungen der Gottesmutter berichtet. Heute besuchen jedes Jahr rund 2,5 Millionen Pilger Medjugorje.

Erzbischof Hoser