Betrachtung zur Botschaft, Medjugorje, 25 Dezember 2017 – Milona von Habsburg

Milona von Habsburg

Lebt und bezeugt die Gnaden und Gaben, die ihr empfangen habt

Liebe Freunde,

iebe Freunde, diese Weihnacht war für unsere Familie eine neue Erfahrung. Unsere Mutter wurde krank und landete zwei Tage vor Weihnachten im Krankenhaus. Somit feierte ich auch teils mit meinem Bruder und seiner Familie, teils mit unserer Mutter im Krankenhaus diese Feiertage. Aus dieser Situation schreibe ich meine Worte.

Im Krankenhaus kümmerten sich indische geistliche Ordensschwestern bewundernswert um die Kranken. Ein indischer Missionar kam jeden Tag, um die Heilige Kommunion zu spenden.

Ich schrieb dem Missionar und bat ihn, unserer Mutter täglich die Heilige Kommunion zu bringen. Dabei war ich besorgt, dass er mich als aufdringlich empfinden könnte, und hoffte, dass er trotzdem zu unserer Mutter kommen würde.

Eine der indischen Schwestern bemerkte die Rosenkränze am Handgelenk unserer Mutter und unsere täglichen stundenlangen Besuche in ihrem Krankenzimmer. Sie hörte uns singen, beten und mit unserer fast bewusstlosen Mutter reden. Sie zeigte mir ihre Gänsehaut und hatte Tränen in ihren Augen, als sie sagte, dass es ihr gut täte, so etwas zu erleben.

Dann begann sie mir Fragen zu stellen, und wir kamen in ein tiefes Glaubensgespräch. Dabei erzählte mir die geistliche Schwester von ihrer Heilung von einer Krebserkrankung durch das Gebet charismatischer Priester aus Kerala, und wie ihr letzter Tumor bei einem Bad in Lourdes endgültig verschwand. Sie berichtete über die Tränen ihrer Ärzte, die sich die Röntgenbilder nicht erklären konnten. Ich sah eine Frau vor mir, die ihren Glauben aus tiefstem Herzen täglich lebt. Sie sprach von ihrem Schmerz, wenn Jesus, den sie den Kranken bringen möchte, abgelehnt wird, und wenn die Menschen sich als konfessionslos bezeichnen. Für sie wäre das ein tiefes Leid, da sie nicht verstehen könne, wie der Mensch von sich behaupten kann, dass er Gott nicht brauche.

Und sie sehne sich danach, einmal nach Medjugorje zu fahren, und hoffe, dass sich bald eine Möglichkeit ergeben werde.

Der indische Missionar begegnete uns mit großer Freude, Gott sei Dank. Am Weihnachtstag hatten wir die Hl. Messe im Krankenhaus, eine schöne Liturgie, mit viel Liebe vorbereitet, und anschließend wurde die Krankensalbung angeboten. Das Krankenbett unserer Mutter war von der Familie meines Bruders umgeben, die allein schon zu neunt sind, davon sechs junge Menschen und Kinder. Ich war die Zehnte. Wir, als Großfamilie, sind alle durch die Botschaften der Königin des Friedens von Grund auf erneuert und beschenkt worden und sind uns dessen bewusst.

Auch der Priester erzählte uns, auf wieviel Ablehnung er stoße und wie ihm das Herz wehtue, wenn Menschen sich wegdrehen, während er ihnen Jesus anbietet. Wie unser Herr und seine Mutter es wohl empfänden?

Die Botschaft der Königin des Friedens vom 25. Dezember kam dann wie ein Tautropfen auf unsere Herzen.

Jedes Wort wurde förmlich getrunken und fiel auf gute Erde. Ich sah vor meinen Augen Menschen, die das Leben so leben, wie die Gospa es anbietet.

Liebe Kinder! Heute bringe ich euch meinen Sohn Jesus, damit er euch seinen Frieden und seinen Segen gibt.

Das versuchen die indischen Schwestern und der Missionar täglich voll Demut.

Ich lade euch alle ein, meine lieben Kinder, die Gnaden und Gaben, die ihr empfangen habt, zu leben und zu bezeugen.

Jeden Tag von neuem geben diese Menschen ihr Leben dem Nächsten hin, als Frucht ihrer Erfahrungen und ihrer lebendigen Beziehung zu Gott. Immer wieder stoßen sie dabei auf Ablehnung.

Fürchtet euch nicht!

Ich hatte Furcht, übertrieben zu wirken, als ich um die geistliche Betreuung unserer Mutter bat, nicht ahnend, wie wichtig es für uns alle ist, dass wir einander begegnen und einander bereichern durch die Gnaden und Gaben, die wir von unserem Herrn empfangen haben.

Betet, damit der Heilige Geist euch die Kraft gibt, frohe Zeugen und Menschen des Friedens und der Hoffnung zu sein.
Danke, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid.

Diese indischen Missionare bestärkten uns, und wir lasen die Botschaft der Königin des Friedens jeden Tag gemeinsam. Die Reaktion auf die Botschaft war freudige Überraschung, so, als ob die Gospa nur für sie und ihre Herzensanliegen sprechen würde. Eine ähnliche Erfahrung machen viele Menschen jeden Monat weltweit, so, als ob die Gnade sie konkret in ihrem Leben ansprechen würde und sie für sich Wegweisungen empfangen würden.

Wie dankbar können wir sein, unseren Gott erkennen zu dürfen und seinen mutigen, stillen, treuen Dienern zu begegnen. Wie kostbar ist die tägliche, gewisse Nähe unserer Mutter und Königin, die uns ermutigt, nicht zu verzagen und uns nicht zu schämen, unseren Glauben in Liebe und Freude zu bezeugen. Wir wissen nie, wem wir begegnen, und was sich daraus entwickeln kann.

Allen wünsche ich eine freudige und von Liebe erfüllte Weihnachtszeit. Seien wir verbunden im Gebet, um einander wissend, und so an keinem Ort uns alleine wissend.